Wie echt ist das, was spirituelle Heiler zeigen?

Wenn ich mir andere aus meinem Berufsfeld so anschaue, frage ich mich oft, ob das, was sie zeigen, echt ist oder ob sie nur einen Teil zeigen. Und noch während ich diesen ersten Satz schreibe, schaltet sich mein Geistiges Team ein und gibt Kommentare aus dem Off ab: „Du weißt ganz genau, dass jeder Mensch struggelt. Das ist Teil des Menschseins. Viele zeigen das einfach nicht, denn so seid ihr Menschen halt … Prägungen und so.“

In meiner Vorstellung läuft meine Inkarnation so ab:
Nach Jahren der Vorarbeit andere Menschen begleiten, sie mit meiner ruhigen, geerdeten Art inspirieren – denn ich habs geschafft – und dabei nach und nach schön geordnet meine restlichen Themen aufarbeiten, bis die Zeit meines Körpers eines Tages abgelaufen ist und meine Seele friedlich in die wohlverdiente Pause verduftet.

Die Realität: wie ein chaotisches Jump’n’Run

Aber die Realität sieht so aus: Nach Jahren der Vorarbeit begleite ich andere Menschen, denke mir aber in Sitzungen oft: „Ja, das geht uns allen so …“ (meistens sage ich es auch). Nebenher taumle ich durch diese Inkarnation und fühle mich wie der Troll Hugo aus dem gleichnamigen Computerspiel aus den 90ern. Wie in einem Jump’n’Run mit schlechter Grafik rausche ich durch das Leben und bin mir nicht sicher, ob ich dem, was auf mich zukommt, ausweichen soll – Gefahr – oder ob ich genau durchfahren kann – Geldsack.

Dabei geht es so irrsinnig schnell, dass ich Gefahr oder Gewinn oft nicht unterscheiden kann und raten muss, denn Anhalten ist nicht vorgesehen. Also reagiere ich so, wie ich schon als Kind beim Computerspielen reagiert habe: Ich drücke alle Knöpfe gleichzeitig – springen, ducken, hoffen, beten. Manchmal lande ich elegant. Manchmal hänge ich irgendwo in der Pixel-Landschaft fest und hoffe, dass keiner merkt, dass ich (zumindest zeitweise) eigentlich keine Ahnung habe, was ich hier mache.

Wer hat gesagt, dass Wachstum schön aussieht?

Irgendwann habe ich gemerkt: Dieses permanente Durchs-Leben-Rasen, dieses In-Panik-alle-Knöpfe-gleichzeitig-Drücken, dieses „Och nee, was ist das denn jetzt wieder?!“ – das gehört nicht speziell zu mir. Das ist menschlich. Punkt. Je länger ich mich mit diesen Themen beschäftige, desto deutlicher wird: Die meisten sehen von außen aus wie elegante Adler, die weise über ihren Prozessen hinweggleiten. Aber innerlich machen sie denselben chaotischen Hugo-Scheiß durch wie ich.

Der Unterschied ist nur: Ich spreche darüber. Nicht, weil ich ein Problem habe – sondern weil ich weiß, wie erleichternd es ist, wenn jemand offen zugibt, dass Wachstum selten glamourös abläuft.

Kann ich dir helfen, wenn bei mir nicht alles perfekt ist?

Ja. Sogar genau deshalb. Nicht, weil ich über dem Chaos stehe, sondern weil ich mich nach so langer Zeit bestens darin auskenne und mit dir gemeinsam durchgehen kann. Ich weiß, wie man sich trotz ruckeliger Grafik orientiert. Wie man mitten im Sprung ruhig bleibt. Wie man erkennt, ob die ganze Sache wirklich abstürzt – oder ob es nur ein neuer Level ist, der gerade lädt.

Zugegeben, ich bin nicht die spirituelle Heilerin, die mit wehendem Gewand über den Wolken schwebt und alles perfekt sortiert hat – ich bin eher die, die dir beim Herumirren begegnet und sagt: „Ist schon ziemlich verwirrend, nicht? Komm, lass uns schauen, was hier los ist.“

Und genau deswegen funktioniert meine Arbeit so gut.
Weil ich nicht über dir stehe, sondern neben dir gehe.
Weil ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn das Leben schneller rennt, als man gucken kann – und wie man trotzdem die Richtung findet.
Und weil ich aus Erfahrung sagen kann: Man muss nicht fehlerfrei sein, um weiterzukommen. Man muss nur bereit sein, überhaupt weiterzugehen.

Wenn du also gerade selbst durch dein persönliches Jump’n’Run stolperst: Du bist nicht allein. Da du auf dieser Seite gelandet bist, bist sogar wahrscheinlich schon viel weiter, als du glaubst.

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